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Vertiefte Eindrücke vom Zeiss Okular 20-75fach am Schmidt Cassegrain von Meade

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Ingo Fröhlich
13. August 2011 08:08
Wir sind ein 1/2 Jahr und zwei Dutzend Beobachtungsnächte weiter.
Das Teleskop ist gegen ein 12" LX200 GPS umgetauscht und umgezogen worden, es steht jetzt in einer kleinen Station, eine Lösung, die ich jedem Himmelsbeobachter empfehlen kann, Aufbauen ist lästig, man beobachtet mehr, wenn man nur in den Garten gehen und das Dach öffnen muß.
Das Variookular ist inzwischen mein Standardokular geworden, es ist aber keinesfalls das einzige Okular, dass ich nutze, dafür ist es mit einer maximalen Brennweite von 25 mm zu kurz und mit einem Eigengesichtsfeld von ca. 50° auch zu tunnelig. Bei niedrigeren Vergrößerungen kommt daher ein Meade SWA 40 mm zum Einsatz, als nächstes Weitwinkel das SWA 28 mm.

Ab einer Okularbrennweite 20mm und kürzer setze ich ausschließlich das Zeiss Variookular ein.
Ich überdecke den Bereich bis 180-450fach, also den Bereich, in dem man sich bei der Beobachtung kompakter Objekte bewegt.
Beurteilt man die Abbildungsleistung an offenen Sternhaufen, so ist die Punktabbildung tadellos, ich habe keinen Vergrößerungsbereich gefunden, bei der es zu Aufblähungen oder Verformungen gekommen ist, die Sterne bleiben punktförmig. Stellt man auf die Bildmitte ein, wie es ja normal ist, dann erkennt man dass die Sternpunkte ab 3/4 Bildradius nach aussen zunehmend flächiger werden, dies ist ein Schönheitsfehler aller SC, sie zeigen Bildfeldwölbung. Man kann auch die am Rand stehenden Sterne punktförmig einstellen, dann macht man halt die Bildmitte unscharf.
Das Vario hat seine Stärken bei der Beobachtung von Planeten. Ist das Seeing einmal überdurchschnittlich gut, kann man bis 450fach vergrößern und das ist dann schon was. Ist das Seeing durchschnittlich, reduziert man durch einen kurzen Dreh am Okular auf erträgliche 300-350fach und das, zeigt meine Erfahrung geht bei uns eigentlich immer.
Ich habe bei Mondbeobachtungen auf Reflexe und Doppelbilder geachtet. Doppelbilder, sogenannte Geisterbilder, habe ich nicht erkennen können, Reflexe, bzw. Aufhellungen aber schon. Bei einem Vergrößerungsbereich um 300fach erzeugt er seitlich stehende Mond eine geringe Aufhellung und zwar nicht an der gegenüberliegenden, sondern an der dem Mond zugewandten Seite. Meine alten Okulare mit festen Brennweiten zeigen auch oft eine leichte Aufhellung, aber immer an der gegenüberliegenden Seite. Ich habe noch nicht verstanden, wie es beim Vario zu diesem Effekt kommt, er hat aber keine praktischen Auswirkungen, dafür ist er zu schwach.

Man kann zzusammenfassen, dass das Zeiss vario 25-6,7 mm für Öffnungsverhältnisse 1:10 sehr gut geeignet ist. Schwächen gibt es bei Okularbrennweiten über 20 mm, da ist das Feld einfach zu klein, unterhalb von 20 mm ist das Problem entschärft und ab 15 mm nicht mehr vorhanden. Das variookular kostet soviel wie ein hochwertiges Okular mit Festbrennweite, dafür bietet es aber viel mehr.

Ingo Fröhlich
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Erste Eindrücke vom Zeiss Okular 20-75fach am Schmidt Cassegrain von Meade

Ingo Fröhlich 2372 26. März 2011 06:38

Vertiefte Eindrücke vom Zeiss Okular 20-75fach am Schmidt Cassegrain von Meade

Ingo Fröhlich 1356 13. August 2011 08:08



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